Bundesregierung soll weiter für verfolgte Christen eintreten

v.l.: EKD-Ratsmitglied Tabea Dölker, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der Seminarleiter des Christlichen Gästezentrums „Schönblick“, Kuno Kallnbach. Foto: idea/Kretschel

Die Bundesregierung darf in ihrem Bemühen um verfolgte Christen in aller Welt nicht nachlassen. Das fordert der Seminarleiter des Christlichen Gästezentrums „Schönblick“, Kuno Kallnbach (Schwäbisch Gmünd). Beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München überreichte er Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im Beisein von EKD-Ratsmitglied Tabea Dölker deshalb eine Unterschriftensammlung. Gemeinsam mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea und elf Menschenrechts- und Hilfsorganisationen hatte das Christliche Gästezentrum im November bei dem Kongress „Gedenket der Märtyrer“ einen Aufruf zur Religionsfreiheit (www.aufruf-religionsfreiheit.de) gestartet. Wie Kallnbach gegenüber idea erklärte, seien seither mehr als 3.400 Unterschriften zusammengekommen. Die Aktion sei nicht nur von der Presse mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden, sondern auch von den zuständigen Ministerien in Berlin. Beim Kongress hatte der damalige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), mehr öffentliche Aufmerksamkeit für verfolgte Christen gefordert. In den Medien komme zu kurz, dass Christen die weltweit größte Gruppe der aus religiösen Gründen Verfolgten seien. Christen sollten ähnliche Empörung zeigen wie Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, wenn deren Glaubensüberzeugungen angegriffen würden, so Nooke. Vielen Menschen, darunter auch Politikern und Kirchenvertretern, scheine die Verteidigung des vollen Rechts auf Glaubens- und Gewissensfreiheit nicht so wichtig zu sein, dass sie dafür bereit wären, größere Konflikte in Kauf zu nehmen. Wie Kallnbach gegenüber idea sagte, wolle man mit der Unterschriftensammlung die Regierung an ihre auch im Koalitionsvertrag verankerte Verpflichtung erinnern, sich für Religionsfreiheit in aller Welt einzusetzen. Eine Fortsetzung des Kongresses „Gedenket der Märtyrer“ ist für Oktober 2011 geplant. (idea-Meldung vom 17.05.2010)

Schwäbisch Gmünd Aufruf zur Religionsfreiheit

Anlässlich des Kongresses „Gedenket der Märtyrer – Christenverfolgung heute“ vom 22. bis 25. November 2009 in Schwäbisch Gmünd hatten die Veranstalter – das Christliche Gästezentrum Württemberg „Schönblick“ und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) – und die 10 Kooperationspartner sowie die etwa 250 Teilnehmer mit überwältigender Mehrheit folgenden Aufruf beschlossen:

Wir sind der Überzeugung, dass die Einhaltung des universellen Menschenrechts auf Religionsfreiheit das Zusammenleben der Kulturen konstruktiv werden lässt.

Die Anerkennung der Religionsfreiheit einschließlich des Religionswechsels würde Christenverfolgung erheblich einschränken.

Wir meinen, dass die Bundesregierung in ihren Einflussbereichen diese Position weiterhin deutlich vertreten muss.

Hier lesen Sie den kompletten Aufruf.


Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Christliches Gästezentrum Württemberg
z.H. Kuno Kallnbach,
Willy-Schenk-Straße 9
73527 Schwäbisch Gmünd